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KBV stärkt Position der Hausärzte.
Bei einer immer älter werdenden Bevölkerung mit zunehmender Morbidität ist es unerlässlich wichtig, dass die Patienten durch diesen Dschungel Gesundheitswesen gelotst werden. Das übernehmen die Hausärzte. Sie sind wichtig für die Behandlung der Patienten in der Grundversorgung, für die Schnittstelle zu den fachärztlichen Versorgern und ins Krankenhaus. Dabei benötigen die Hausärzte aber verlässliche Abrechnungsbedingungen. Dazu war es unerlässlich mit unseren Beschlüssen im Bewertungsausschuss, die wir herbeigeführt haben zum 1.1.2008, aber insbesondere zum 1.7.2010, dass diese Trennung fest definiert ist zwischen hausärztlicher Gesamtvergütung und fachärztlicher Gesamtvergütung. Es wird nunmehr in allen Kassenärztlichen Vereinigungen nach gleichen Regeln hergeleitet und getrennt zwischen Hausärzten und Fachärzten fortentwickelt.
Knackpunkt Pauschalisierung
Hier zeigt sich heute ein sehr hoher Pauschalisierungsgrad, der oft die Versorungstiefe einer Praxis nicht widerspiegelt. Ein Beispiel: Eine Praxis mit vielen alten Patienten, multimorbiden Patienten, onkologischen Patienten, mit Heimbetreuung hat ein anderes Behandlungsspektrum als eine Praxis, die in einer Lauflage liegt und viel junges Klientel behandelt.
Wir möchten den EBM dahingehend wieder ändern, dass Hausärzte solche Leistungen wie Hausbesuche, wie Heimbetreuung, wie Palliativversorgung im allgemeinen Teil auch wieder in der Gebührenordnung widerspiegelt und daran arbeiten wir und das möchten wir für die Hausärzte umsetzen.
Förderung der Ausbildung von Hausärzten
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat in den Verhandlungen mit den Krankenkassen durchgesetzt, dass die Weiterbildung zu Allgemeinmediziner so honoriert wird, dass sie adäquat ist zur Vergütung im Krankenhaus. Das heißt im Klartext, der Förderbetrag wurde verdoppelt und nunmehr dürfte es auch attraktiv sein für den niedergelassenen Arzt, junge Ärzte weiterzubilden, damit diesen den Beruf des Hausarztes ergreifen können.
KfW-Initiative für Niedergelassene
Wir haben zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau ein Programm vereinbart, das es den Praxen ermöglicht, Reinvestitionen bei Investitionsstau zu tätigen und zu sehr günstigen Zinskrediten dann eben zum Beispiel ein neues Sonografiegerät, ein neues Lungenfunktionsgerät, EKG, was immer in der Praxis ansteht, oder auch ein Umbau der Praxis, weil möglicherweise ein neuer Praxisteilhaber der Praxis beitritt zu ermöglichen und leicht umzusetzen.
23.07.2010
Immer weniger junge Ärzte entscheiden sich für die Allgemeinmedizin. Eine gezielte Förderung der Ausbildung für angehende Hausärzte ist einer der Schritte, um die hausärztliche Versorgung zu stärken. Was die KBV für die Hausärzte darüber hinaus tut, ist das aktuelle Thema der Woche mit Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV
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