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Konstituierende Sitzung

KBV-Vertreterversammlung hat ihre neuen Vorsitzenden gewählt

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3 Fragen an die neuen VV-Vorsitzenden

Was haben Sie sich für Ihr neues Amt vorgenommen?

Dr. Petra Reis-Berkowicz, Vorsitzende der KBV-VV:
„Eine der Hauptaufgaben, denke ich, in der Vertreterversammlungsführung ist ja, dass man die Strömungen gut aufnehmen kann und die Kollegen alle an einen Tisch bringt und das war jetzt im Vorfeld sehr deutlich zu spüren, dass hier ein großer Wille ist, Konsens zu finden. Wir konnten also die Tableaus ohne große Streitfälle, zwar mit vielen Diskussionen und mit vielen Abwägungen, gemeinsam erstellen. Es war also ein hoher Konsens. Sie haben es auch gemerkt, mit der hohen Beteiligung, die Ja-Beteiligungen für die einzelnen Ausschüsse, wie gut das abgestimmt war und wie gut der Wille ist, hier zusammenzuarbeiten. Das haben wir im Hintergrund versucht, schon gut zu leiten. Das hat auch gut geklappt und die Akzeptanz und der Wille, dass hier eine andere Stimmung, eine andere Atmosphäre, eine andere Kollegialität einzieht, die ist deutlich zu spüren. Und da werde ich alles dafür tun, dass das so bleibt.“

Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Stellvertretende Vorsitzende der KBV-VV:
„Ich werde mich dafür engagieren, dass eine konstruktive Gesprächsatmosphäre entsteht innerhalb der Vertreterversammlung zwischen den verschiedenen Gruppen, aber natürlich auch zwischen Vertreterversammlung und Vorstand, und dass da gemeinsam besser als in den letzten Monaten oder letzten Jahren dann wirklich die Themen angepackt werden können, die ja wirklich reichlich da sind, also Sicherstellung der Versorgung oder Sicherung des Nachwuchses und und und. Da ist vieles, worüber man wirklich reden muss. Und dafür ist eine arbeitsorientierte Atmosphäre wichtig und mein erstes Anliegen.“

Dr. med. Rolf Englisch, Zweiter Stellvertretender Vorsitzender der KBV-VV:
„Meine Pläne sind, dass diese Zwistigkeiten, die in der letzten Amtsperiode zwischen den Fachärzten, Hausärzten und Psychologischen Psychotherapeuten geherrscht haben, dass diese Zwistigkeiten der Vergangenheit angehören und dass wir gemeinsam mit einer Stimme die KBV vertreten können.“

Was bringen Sie für dieses Vorhaben mit?

Dr. Petra Reis-Berkowicz, Vorsitzende der KBV-VV:
„Ich war ja schon sechs Jahre in Bayern Vertreterversammlungsvorsitzende in einem ähnlich großen Gremium mit 50 Mitgliedern, das vor damals sechs Jahren sehr kritisch gestartet ist. Da war ja der Grabenkrieg zwischen den Hausärzten und Fachärzten noch sehr stark ausgeprägt. Und durch Vertrauensbildung, durch Transparenz, durch auch Zusammenführung der Fachausschüsse – das haben wir in Bayern ein bisschen anders gelöst, um hier einen guten Informationsfluss zu haben und alle mitzunehmen: Bereitschaftsdienstordnung zu ändern, wo z.B. Bereitschaftsärzte liebgewonnene Bereiche aufgeben müssen, um in dem allgemeinen Dienst wieder zu arbeiten – das hat sehr viel Überzeugungsarbeit bedurft und war dank dieser Neueinrichtung, dass man die Fachausschüsse zusammengeführt hat, das war sehr hilfreich. Und ich denke so etwas Ähnliches wäre mein Ziel, hier auch einzuführen, dass mehr miteinander gesprochen wird und ein gleichmäßiges Wissen bei allen da ist. Ob Hauptamtler oder Ehrenamtler, dass wir die alle mitnehmen.“

Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Stellvertretende Vorsitzende der KBV-VV:
„Ich habe ja wirklich viel Gremienarbeit schon gemacht, also seit Jahren in verschiedenen Gremien der Kassenärztlichen Vereinigung, aber auch im Berufsverband. Bin da seit Jahren auch im Vorstand der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung, im Kammerbereich auch aktiv. Also die Themen sind mir sehr bekannt und die Art, mit größeren und kleineren Gruppen, die auch unterschiedlicher Ansicht sind, umzugehen, ich denke da habe ich auch viel Erfahrung. Gleichwohl ist die KBV nochmal eine spezielle Herausforderung.“

Dr. med. Rolf Englisch, Zweiter Stellvertretender Vorsitzender der KBV-VV:
„Ich kann die persönlichen Erfahrungen mitbringen, die ich aus meiner Heimat-KV, der Kassenärztlichen Vereinigung Westfahlen-Lippe, mitbringen kann. Dort gab es auch in der Anfangszeit 2004 deutliche Probleme zwischen den Fachgruppen und auch zwischen den Hausärzten und Fachärzten und Psychologischen Psychotherapeuten. Und wir haben da einen Weg gefunden, gemeinsam die Ziele, die wir uns vorgenommen haben, auch erreichen zu können. Und das klappt gut.“

Erleben Sie eine Art Aufbruchsstimmung?

Dr. Petra Reis-Berkowicz, Vorsitzende der KBV-VV:
„Ganz deutliche Aufbruchsstimmung. Eben in diesen letzten Tagen schon, als es darum ging, wie besetzen wir die Ausschüsse, wie ausgewogen soll das sein und auch dieses Lagerdenken, dass das so langsam aufbricht und man nach Sachthemen orientiert die Menschen an die Plätze bringt, die halt auch das richtige Wissen mitbringen. Und nicht nur gucken, woher kommen sie, was haben sie vorher gemacht. Also das merkt man deutlich. Also ich verspreche mir jetzt von diesen sechs Jahren konstruktive, gute Arbeit.“

Dipl.-Psych. Barbara Lubisch, Stellvertretende Vorsitzende der KBV-VV:
„Es gab so viele Wünsche nach Neuanfang, auch ausgesprochen. Wirklich Neuanfang und sich zu einigen und konstruktive Tableaus zu erstellen, wo alle Gruppen berücksichtigt werden. Das hat sich ja eben auch schon gezeigt in den Ausschusswahlen, dass da sehr ausgewogene Zusammensetzungen wirklich gefunden wurden und miteinander abgesprochen wurden. Und das denke ich, sind gute Zeichen dafür, dass ein Wille zur Zusammenarbeit da ist und ich hoffe, dass der sich fortsetzt und sich nutzen lässt.“

Dr. med. Rolf Englisch, Zweiter Stellvertretender Vorsitzender der KBV-VV:
„Ich weiß, dass das Vertrauen an der Basis für die Arbeit der KBV in der letzten Amtsperiode sehr gelitten hat und das Image der KV nicht sehr gut ist in der Ärzteschaft. Ich hoffe, dass wir erreichen können, dass dieses Image in dieser laufenden Amtsperiode sich verbessert, damit wir auch entsprechende Ziele durchsetzen können.“

03.03.2017

Die Vertreterversammlung der KBV hat in ihrer konstituierenden Sitzung ihre neuen Vorsitzenden gewählt. Welche Ziele Dr. Petra Reis-Berkowicz sowie ihre Stellvertreter Dipl.-Psych. Barbara Lubisch und Dr. Rolf Englisch in ihren neuen Ämtern haben und was sie dafür mitbringen, erläutern die drei im KV-on-Interview.


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