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Neuer KBV-Vorstand gewählt

Vorstandsmitglieder freuen sich auf kollegiales Miteinander

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Welche Erwartungen haben Sie an die neue VV und den neu gewählten Vorstand?

O-Ton Dr. med. Andreas Gassen, Vorsitzender des KBV-Vorstands:
„Ja an den neuen KBV-Vorstand habe ich natürlich grundsätzlich die Erwartung, dass wir als Team gut zusammenarbeiten werden. Ich bin da fest davon überzeugt, dass das funktionieren kann. Insofern bin ich sehr froh, dass die Vertreterversammlung heute uns dreien ein so klares Mandat erteilt hat. Das ist ganz wichtig und wird uns natürlich auch den Rückenwind verschaffen, den wir brauchen, um uns jetzt in den nächsten Monaten in die politische Diskussion einzubringen.“

Dr. med. Stephan Hofmeister, Erster Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Also nach dem heutigen Tag bin ich ganz überzeugt, dass wir zur Sacharbeit zurückgekehrt sind. Das zeichnete sich ja schon länger ab. Und mit diesen breiten Mehrheiten hat auch der Vorstand einen breiten Rücken. Ich bin überzeugt, dass wir als Team – als Vorstandsteam arbeiten werden, als Kollegialorgan und die Vertreterversammlung uns dann dabei unterstützt, was uns in der Bundestagswahl, die ja die nächste große Aufgabe für uns sein wird, tatsächlich mir sehr viel Mut macht, dass wir dort mit Sacharbeit vorankommen.“

Dr. Thomas Kriedel, Zweiter Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Vor allem eins – dass wir jetzt in die Sacharbeit übergehen. Dass wir die Vergangenheit ruhen lassen. Und dass wir die Aufgaben, die vor uns stehen, auch bewältigen. Und die Tage gestern und auch heute lassen mich da durchaus positiv in die Zukunft schauen. Es weht ein neuer Geist durch die VV und der Vorstand hat das auch mit aufgenommen und die Konstellation der Vorstandsmitglieder ist auch so, dass wir in der Tat diese Aufgabe, ich denke, mit viel Erfolg bewältigen werden.“



Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?


O-Ton Dr. med. Andreas Gassen, Vorsitzender des KBV-Vorstands:
„Unser primäres Ziel ist natürlich die Umsetzung des Konzepts 2020 mit unterschiedlichen Zeitvorgaben. Wir haben einige ja eher kurzfristige Ziele, die wir auch in die Bundestagswahl einbringen wollen und natürlich perspektivisch langfristiger angelegte Teile im Konzept. Das werden wir weiter destillieren will ich fast sagen, um wirklich auch konkrete Aussagen für den Bundestagswahlkampf zu bekommen. Und ansonsten wird sich natürlich das strategische Handeln der KBV in vielen anderen Bereichen daran ausrichten.“

Dr. med. Stephan Hofmeister, Erster Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Mir ist vor allen Dingen wichtig, dass wir aus unserer Warte und unserer Sicht Vorschläge machen an die Politik, an die Gesellschaft, wie wir den Herausforderungen, die es ja zweifelsfrei gibt, entgegentreten. Wir haben dazu gute Vorschläge, ob das in der Bedarfsplanung ist, ob das in der Inanspruchnahme von ärztlichen Dienstleistungen – also Notfall etc. – ist, ob das im Bereich der Honorarverteilung ist. Also überall gibt es Dinge, die wir anregen und anschieben wollen und können und da werden wir uns auf den Weg machen.“

Dr. Thomas Kriedel, Zweiter Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Wir haben die Aufgaben noch nicht verteilt. Was mich als Ziel bewegt, ist natürlich die Versorgung zukunftssicher zu machen, voranzutreiben. Ich habe vorhin gesagt, die Zukunft wartet nicht. Wir müssen einfach unsere Zukunft gestalten und in die Hand nehmen. Wir müssen die Probleme angehen. Das sind vor allem eben zurückgehende Arztzahlen und damit die Attraktivität der Niederlassung - sei es auch als Angestellter – steigern. Und das ist das Wesentliche. Und dazu kommen dann noch folgende Themen; dann folgt Honorar, da folgt Digitalisierung, da erfolgt Entbürokratisierung, auch Regressschutz, was wir vorhin gehört haben. Das alles hindert Ärztinnen und Ärzte an der Niederlassung.“


Was steht als erste Aufgabe an?

O-Ton Dr. med. Andreas Gassen, Vorsitzender des KBV-Vorstands:
„Die erste Aufgabe wird zweifelsohne der Bundestagswahlkampf sein und die Positionierung des KV-Systems in gesundheitspolitischen Fragen. Das hat sich gezeigt, dass Koalitionsverträge wichtig werden können. Wir werden deshalb kurzfristig eine KBV-Vertreterversammlungsklausur durchführen, wo wir uns dann konkret mit den Punkten beschäftigen wollen, die aus unserer Sicht eher eine Kurzfrist-Strategie erfordern und von daher Eingang in den Koalitionsvertrag finden sollten. Da ich die konstruktive Arbeitsatmosphäre der letzten Monate im Gedächtnis habe, bin ich hier sehr zuversichtlich, dass wir auch hier schnell sehr prägnante und gangbare Wege präsentieren können. Und ich habe den Eindruck, die Politik wartet darauf.“

Dr. med. Stephan Hofmeister, Erster Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Die erste große Aufgabe ist, die 100 Tage, die es ja ungefähr noch sind bis zur Bundestagswahl im September, die Parteien davon zu überzeugen, dass die Selbstverwaltung Antworten hat auf die drängenden Fragen der Politik. Damit wir möglichst noch in den Wahlprogrammen das eine oder andere wiederfinden. Beziehungsweise auch eine Möglichkeit haben, abzugrenzen, wo Wahlprogramme ganz deutlich den Interessen der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zuwiderlaufen.“

Dr. Thomas Kriedel, Zweiter Stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV:
„Das wird wahrscheinlich erstmal sein, in der KBV auch diesen neuen Geist, den wir heute in den zwei Tagen erlebt haben, auch in die KBV-Organisation zu transportieren. Ich selbst habe noch keinen Einblick. Insofern sehen Sie mir das ein bisschen nach, aber das wäre trotzdem mein Ziel: Vertrauen zu erzielen. Denn die Mannschaft ist leistungsfähig und wir wollen sie wieder zusammenbringen und auf die neuen Ziele ausrichten.“

03.03.2017

Die KBV hat einen neuen Vorstand, erstmals mit drei hauptamtlichen Vorstandsmitgliedern. Im Amt bestätigt bestätigt wurde der Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. Neu hinzugekommen sind der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister und das Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel. Alle drei erklären direkt nach der Wahl, welche Erwartungen sie an die neu zusammengesetzten KBV-Gremien haben, welche Ziele sie in ihrem Amt verfolgen und welche große Aufgabe sie als erstes angehen werden.


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