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Vernetzung Beispiel Einzelpraxis
Es scheint: Nichts geht mehr ohne Vernetzung selbst für überzeugte Einzelkämpfer ist ein eigenes Netzwerk heute unerlässlich.
O-Ton Prof. Peter Schmidt-Rhode, Gynäkologe:
Der Vorteil im Augenblick für mich in einer Einzelpraxis ist der, dass ich mich organisieren kann, und das, was ich glaube, was für das, was ich leisten will, wichtig ist, auch entsprechend einsetzen kann.
Er weiß, wovon er spricht - schließlich war Schmidt-Rhode viele Jahre in Kliniken angestellt. Vor vier Jahren hat der Gynäkologe sich im Norden von Hamburg niedergelassen.
O-Ton Prof. Peter Schmidt-Rhode:
Es war zunächst kein einfacher Schritt, so ausgebildet ist, wie u. a. ich das auch bin, als Klinikchef tätig zu sein, dann irgendwann, v. a. in dem Altersbereich auch, in den niedergelassenen Bereich zu gehen, zumindest in meinem Fach. Heute gibt es mehrere Kollegen im ganzen Bundesgebiet, die diesen Schritt getan haben, weil sie einfach die Form der Medizin, die sie betreiben möchten, heute in vielen Kliniken … nicht mehr wieder finden.
In seiner Einzelpraxis bietet er auch eine onkologische Tagesklinik und führt als Belegarzt Operationen in der Facharztklinik Hamburg durch.
O-Ton Prof. Peter Schmidt-Rhode:
Ein Modell das es so in der Form bisher nur in HH gibt: Wo Ärzte als GmbH und als Gesellschafter eine Klinik unter Beteiligung der Stadt Hamburg betreiben und habe damit, den Zugriff in eine Klinik, zu der ich gehöre, in der ich die Sachen, die ich operieren möchte oder kann, gynäkologisch, ästhetisch, plastisch-chirurgisch operieren kann, und wo ich auch Kolleginnen und Kollegen habe von anderen Fachdisziplinen, wo ich Patienten hin vermitteln kann, wo fach-andere Operationen und Dinge gefordert sind.
Schmidt-Rhode legt also durchaus großen Wert auf Kooperation. Denn davon profitieren vor allem auch seine Patienten.
O-Ton OT Prof. Peter Schmidt-Rhode:
Wir haben in Volksdorf ein sogenanntes Kompetenznetz gegründet, wo alle Kollegen, die hier im Ortskern arbeiten, beteiligt sind, so dass da auch eine enge Kooperation stattfindet.
Zum anderen bin ich integriert in das Brustzentrum Süd, wo ich auch entsprechende Brustoperationen mit durchführe, so dass ich eigentlich gute klinische Anbindung habe, und auch gute Kontakte um fachliche Dinge zu besprechen, zu diskutieren und in dem Sinne nicht Alleinentscheider sein muss, und auch gar nicht sein will, sondern eben auch die Erfahrungen der anderen Kollegen, gut nutzen kann und die für mich auch immer ansprechbar sind. Insofern bin ich da gut und sicher eingebettet.
Um sich noch besser einzubetten, denkt Schmidt-Rhode sogar über eine Gemeinschaftspraxis nach. Denn die Prioritäten sind für ihn ganz klar:
O-Ton Prof. Peter Schmidt-Rhode:
Es geht letztendlich nicht um unsere Kontakte, sondern es geht darum, unsere Kontakte so gut wie möglich für unsere Patientinnen und Patienten zu nutzen, damit die optimal behandelt werden. Isofern ist diesbezüglich eigentlich nur die Vergrößerung des bisherigen Betriebs das, was in den nächsten Jahren anzustreben wäre, um da eine breitere Versorgungsebene auch an mir vorbei, falls ich mal ausfalle oder aus anderen Gründen, herbeizuführen.
15.08.2011
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