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Flüsterpost e.V.

Unterstützung für Kinder krebskranker Eltern und Großeltern

Bewertung: 9.5

Länge: 4:15 min  |  KBV

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Flüsterpost
Unterstützung für Kinder krebskranker Eltern und Großeltern
19.12.2011


„Kinder spüren alles, was in der Familie stattfindet. Sie haben ganz sensible Sendemasten. Sie spüren Veränderungen in der Beziehung der Partner, der Eltern und sie spüren natürlich,
wenn mit Vater oder Mutter etwas nicht stimmt, weil sie sehr krank sind. Und wenn man dann nicht mit ihnen darüber redet, dann versuchen sie sich das zu erklären. Sie beziehen vieles auf sich selbst. Sie glauben dann selbst vielleicht schuld zu sein. “

„Wenn sie jetzt gehört haben von anderen Schulkameraden, was häufig vorkommt, "Oh, dei-ne Mama hat Krebs? Ich weiß, da ist jemand an Krebs gestorben." Und plötzlich kommt da die Angst hoch, huch, was ist denn, wenn meine Mama oder mein Papa stirbt? Was ist dann mit mir? Und deswegen ist es ganz ganz wichtig, dass innerhalb der Familie, wenn solche neuen Dinge passieren, dass die Kinder innerhalb der Familie informiert werden, kindgerecht informiert werden, damit sie es nicht von außen irgendwie erfahren, zum Beispiel auch, dass durchaus passieren kann, dass man an einer Krankheit stirbt oder dass man an Krebs sterben kann.“

„Es können ganz schnell Missverständnisse entstehen und Fantasien, Vorstellungen, die mit der Realität nichts zu tun haben und keiner weiß es von dem anderen. Das ist das schwie-rigste dann und es geht nur, wenn man fragt um herausfinden, "Wie geht es dir eigentlich?". Und dazu braucht es Mut.“

„Wir wollen Mut machen, auch über solche Themen offen zu reden, weil, wenn man das nicht tut, dann kommt was Falsches heraus, dann spielen Fantasien, Interpretationen, Schuldgefühle eine große Rolle und das muss man gerade in der Beziehung zu Kinder ver-hindern.“

„Wir machen das sehr spielerisch, sehr bedürfnisorientiert, versuchen sowohl die Erwachse-nen als auch die Kinder da abzuholen, wo sie gerade im Moment stehen mit ihren Gefühlen, mit ihren Gedanken und können dabei verschiedene Methoden einsetzen, dass man mitei-nander ein Spiel spielt, ein Buch anschaut, Bilder betrachtet oder auch was zusammen malt oder dann eben später auch, wenn man was zusammen gemalt hat, den Eltern noch mal zeigt und so miteinander sich sehr schnell auch austauschen kann. Also gerade das Kind auch, dass die Eltern dann noch mal sehen, aha, das beschäftigt mein Kind gerade.“

„Das was Erwachsene häufig tun aus einem ersten Impuls heraus, dass sie die Kinder schützen wollen, passiert bei den Kindern genauso. Sie spüren, dass da irgendwas ist, was traurig macht, was Angst macht und hilflos macht vielleicht, sprachlos. Und sie sehen an den Erwachsenen, wie sie sich verhalten und imitieren das Verhalten. Und genau deswegen ver-suchen wir, groß und klein da aufzufangen, zu schauen, wie haben sie das bisher gemacht und wo gibt es noch Möglichkeiten, wie sie es anders machen können, dass sie sich noch mehr finden und den Weg gemeinsam gehen können.“

„Wir wollen Familien und Kinder stark machen, indem wir sie begleiten, beraten, ihnen Kommunikationsmaterial für eine offene Kommunikation zu diesem schwierigen Thema, dass sie wirklich darüber reden mit den Kindern und sie integrieren in diesen Verarbeitungs-prozess.“


20.12.2011

Wenn Eltern schwer krank sind, erleben ihre Kinder das hautnah mit. Gerade bei Krebs haben sie viele Fragen.

Mit diesen Fragen will sie der Verein Flüsterpost nicht allein lassen. Er bietet Kindern krebskranker Eltern und Großeltern Antworten und Unterstützung während und auch nach dieser schwierigen Zeit an.


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