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Versorgungsstrukturgesetz

KV-on aktuell: Neues Jahr, neues Familienglück?

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Länge: 4:53 min  |  KBV

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KV-on aktuell: Neues Jahr, neues Familienglück?
2.1.2012
Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit (BMG)



Was bringt das Versorgungsstrukturgesetz für Praxis und Familie?

Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG:
„Es war uns wichtig, dass Frauen im Umfeld ihrer Geburt so viel Entlastung, soviel Flexibilität wie möglich erhalten können. Deshalb ermöglichen wir ihnen eine Vertretung und zwar von deutlich mehr als den bisherigen sechs Monaten, nämlich bis zu einem Jahr. Wir haben einen zweiten wichtigen Faktor im Auge, nämlich dann, wenn es um die Betreuung des Kindes geht. Nämlich auch hier sollen Frauen entlastet werden. Zum Beispiel durch die Beschäftigung von entsprechenden Entlastungsassistenten. Dieses wollen wir ausdehnen auf 36 Monate. Diese Zeit muss nicht am Stück genommen werden. Sie kann auch aufgeteilt werden. Und wir ermöglichen es auch, während der ärztlichen Tätigkeit in der Niederlassung einen Entlastungsassistenten einzustellen, wenn es um die Betreuung von pflegebedürftigen An-gehörigen geht. Also auch hier ein sechsmonatiger Zeitraum, in dem Entlastungsassistenten beschäftigt werden können.“




Was ändert sich bei der Zulassung?

Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG:
„Die Berücksichtigung von Familientätigkeit und Betreuungszeiten auch dann, wenn es darum geht, einen Vertragsarztsitz neu zu besetzen, gerade in einem gesperrten Planungsbereich. Bei der Entscheidung des Zulassungsausschusses wird jetzt auch diese Zeit, also Familien- und Betreuungszeit, eine Rollen spielen und berücksichtigt werden. Das kommt gerade berufstätigen Frauen enorm entgegen.“

 


Reichen diese Schritte aus?

Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG:
„Ich habe immer wieder festgestellt, bei den Diskussionen, die wir am Runden Tisch zur Ver-einbarkeit von Beruf und Familie führen, und zu dem ich eingeladen habe, dass neben den guten Ideen in den Gesetzen, aber auch die Begeisterung und die Initiative der Beteiligten ganz konkret vor Ort gefragt ist. Wir geben den Rahmen, gute Anregungen können und müssen von den Partnern, von den Arbeitgebern, also den Ärztinnen und den Ärzten, realisiert werden. Es gehören auch die Kommunen mit dazu, denn ein guter gesetzlicher Rahmen ersetzt keine Kinderbetreuung vor Ort. Wenn wir alle zusammenwirken, dann kann so etwas wie eine Bewegung entstehen, die auch andere motiviert, gute neue Modelle ins Leben zu rufen.“



Kabinettsbeschluss zur Approbations-Ordnung – Was ist Ihr Ziel?

Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG:
„Wir wollen das gerade auch für junge Eltern im Praktischen Jahr. Zum Beispiel, dass prakti-sche Tätigkeiten auch in Teilzeit ausgeübt werden können, wenn dies erforderlich ist. Das hilft ganz konkret, damit der Arztberuf attraktiv bleibt und möglichst viele Frauen dann auch ihre Vorstellung vom Leben, nicht nur in der ärztlichen Tätigkeit, sondern auch was die Geburt und Betreuung von Kindern anbelangt, realisieren können.



Vereinbarkeit von Praxis und Familie – auch für das Praxispersonal?

Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im BMG:
„Medizinische Fachangestellte haben in der Praxis häufig ähnliche Probleme. Hier ist natürlich besonders wichtig, dass sie auch auf verständnisvolle Arbeitgeber treffen. Hier spielen insbesondere flexible Arbeitszeiten eine wichtige Rolle. Damit kann man schon viel abfedern. Das erleichtert die Tätigkeit und die Vereinbarkeit enorm. Aber damit ist noch nicht die volle Vereinbarkeit gegeben. Das kommunale Umfeld, die Betreuungseinrichtungen, die vor Ort zur Verfügung stehen und die genutzt werden können, spielen eine wichtige Rolle und das unterstreicht noch einmal mehr, wie wichtig es ist, dass alle Beteiligten, alle die Verantwortung tragen, rund um die Familie, um das Kind, ihren Beitrag leisten. Also zum Aufziehen von Kindern braucht es ein ganzes Dorf bei diesem Sprichwort zu bleiben.“

 

02.01.2012

Gerade einmal ein paar Tage ist es alt: das Versorgungsstrukturgesetz. Für Niedergelassene steckt eine Menge Wissenswertes drin.

Was davon die Vereinbarkeit von Praxis und Familie betrifft, erläutert Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium Annette Widmann-Mauz im Interview. Sie verspricht sich von den neuen Paragrafen deutliche Erleichterungen für die Ärzte, die sich neben dem Beruf auch um ihre Kinder oder um pflegebedürftige Angehörige kümmern.


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Vereinbarkeit von Praxis und Familie

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte erleichtert werden, findet Staatssekretärin Widmann-Mauz.

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21.06.2011  |  Länge: 3:16 min  |  KBV

Runder Tisch

Schon dreimal hat Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz zum Runden Tisch ins Bundesgesundheitsministerium eingeladen, um gemeinsam mit Experten Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten zur Familienfreundlichkeit im Gesundheitswesen zu entwickeln.

Das Ziel: Es soll gerade auch für Niedergelassene einfacher werden, Familie und Beruf miteinander in Einklang zu bringen. Mit am Tisch saß auch die KBV.

In diesem Jahr sollen weitere dieser Runden folgen. Denn mit dem Versorgungsstrukturgesetz sind noch längst nicht alle Hürden beseitigt.