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Landärzte für Sachsen Von der Kita bis zur Praxis: Das macht die Arbeit auf dem Land schmackhaft 17.01.2012
Dr. Petra Fuchs:
"Ich finde es hier ausgesprochen angenehm. Ich denke, es ist ein Stück entschleunigt und es ist eine Entscheidung mit Zukunft, weil wenn man mit 20 oder 30 gern in der Großstadt arbeitet, heißt das noch lange nicht, dass dieses Tempo und diese Lebensweise einem die nächsten 30 Jahre zusagen wird."
Dr. Petra Fuchs ist Ärztin in Sachsen - Entgegen vieler ihrer Kollegen hat sie sich entschieden, von der Großstadt aufs Land zu ziehen und diese Entscheidung bis heute nicht bereut:
Dr. Petra Fuchs:
Ich wüsste nichts, was ich hier vermisse. Ich habe auch lange in Berlin gelebt, ich habe mich in Stuttgart sehr sehr wohl gefühlt. Insofern, ich kann es ein bisschen vergleichen und fühle mich hier ausgesprochen wohl. Der ländliche Raum hier bietet wirklich alle Wahlmöglichkeiten. Von Wochenenden in großen Städten bis zu Bergsteigen, Segeln, Wandern oder auch einfach den Gemüsegarten. Ja, das ist das private Leben und von der Arbeitsweise her haben Sie hier wirklich Entfaltungsmöglichkeiten. Ich finde es spannend und ich bin richtig gerne hier.
Petra Fuchs genießt das Leben auf dem Land - auch, weil es den aus den Städten bekannten Konkurrenzdruck unter den Ärzten auf dem Land nicht gibt.
Dr. Petra Fuchs:
"Wertschätzung ist nicht selbstverständlich, genieße ich hier sehr. Auf dem Land wohnen Menschen wie überall, aber ich denke, die wissen auch heute noch unsere Arbeit mehr zu schätzen. Das tut schon gut und die Kollegen freuen sich, wenn sich Konkurrenz niederlässt, weil das Entlastung bringt."
Entlastungen bringen auch die zahlreichen Fördermaßnahmen, zum Beispiel wird die Weiterbildung zum Allgemeinmediziner mit bis zu 3.500 € monatlich gefördert. Auch das Eigenheim oder die neue Praxis kann ein Arzt sich zu großen Teilen finanzieren lassen.
Dr. Petra Fuchs:
"Ich habe das Haus jetzt seit 20 Jahren und es hat die ganze Zeit und es wird auch weiterhin sehr gute, vor allem EU-Fördermaßnahmengeben. So günstig finden Sie nirgends anders ein sehr attraktives Umfeld."
Zusätzlich dazu helfen die sächsischen Gemeinden jedem neuen Arzt, wo sie nur können. Von der kostenlosen Bereitstellung von Praxisräumen, bis hin zu Hilfe bei der Wohnungssuche und Kinderbetreuung: Ärzte auf dem Land werden unterstützt wie nie zuvor!
Auch im Krankenhaus ist man mit den Verhältnissen in der Stadt inzwischen nicht nur gleichgezogen, sondern bietet sogar viele Vorteile. Grade für die Weiterbildung von Assistenzärzten oder das Erlangen des Doktortitels wird viel getan. Zum Beispiel werden Weiterbildungskosten übernommen oder Doktoranten mehr Zeit für ihre Promotionsarbeit ermöglicht. Aber es gibt noch weitere gute Gründe, "auf dem sächsischen Land" zu arbeiten:
Dr. Tschötsch:
"Weil ich vor allem auch an einem kleineren oder ländlichen Haus die familiäre Atmosphäre mit den Kollegen, mit den Oberärzten und Chefärzten schätze."
Frau Herlod:
"Des Weiteren haben wir hier ein relativ junges Ärztekollektiv, sind sehr teamorientiert miteinander und das schafft halt eine sehr angenehme Arbeitsatmosphäre, so dass sich halt neben dem beruflichen auch Freundschaften auftun, wir auch Veranstaltungen planen, Grillabende, wo auch Oberärzte oder zum Teil auch der Chefarzt mal mit dabei ist. Das finde ich sehr angenehm und das macht das Arbeiten hier attraktiv."
Dr. Tschötsch:
"Das Verhältnis zu den Patienten beschreibe ich als sehr gut. Es ist eigentlich sehr angenehm, dass mein ein sehr persönliches Verhältnis zu den Patienten hat. Was uns auch unterscheidet ist, dass wir zu den Hausärzten einen guten Kontakt haben. Durch die ländliche Region kennen wir alle Hausärzte und die Hausärzte kennen alle Kollegen von uns. Was die technische Ausstattung anbelangt, unterscheiden wir uns aus meiner Sicht nicht von städtischen Krankenhäusern. Wir breiten also das breite Spektrum der internistischen Basisdiagnostik und Therapie an.
Technische Ausstattung auf höchstem Niveau, finanzielle Förderung des beruflichen und des privaten Werdegangs und ein entspannter Lebensstil - all das bedeutet heute das Arbeiten auf dem Land im Freistaat.
Dr. Petra Fuchs:
Schauen Sie einfach mal ins Internet. Schauen Sie, was sich hinter Sachsen verbirgt. Informieren Sie sich einfach, zu den Punkten, die Sie interessieren und ich denke, in den meisten Gebieten, von Leben als Familie bis zu Hightech-Medizin in der Klinik und Arbeitsmöglichkeiten auf dem Land, als Hausarzt oder im anderen Fachgebiet, werden Sie hier Interessantes finden und viel Lebenswertes.
17.01.2012
Für viele undenkbar: Ein Leben als Arzt auf dem Land. Aber warum eigentlich?
Dr. Fuchs bereut es nicht, sich auf dem sächsischen Land niedergelassen zu haben. Denn sie hat von allen Seiten Unterstützung erfahren. Viele Gemeinden und Kassenärztliche Vereinigungen helfen Ärzten, die auf dem Land arbeiten. So auch die sächsischen Gemeinden. Dr. Fuchs hat davon profitieren können, genauso wie zwei Ärztinnen in Weiterbildung in der Klinik.
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Weitere Informationen zum Thema
Arbeiten als Medizinische Fachangestellte
Sie sind für Arzt, Patient und Praxisablauf unverzichtbar: Medizinische Fachangestellte.
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Landärztin Dr. Lucia Kühner hat ihre Niederlassung in der Kleinstadt Grömitz, an der Küste Schleswig-Holsteins.
Weiterbildung zum Allgemeinmediziner
Das Studium in der Großstadt hält viele Mediziner davon ab, sich nach ihrer Ausbildung wieder auf dem Land niederzulassen. Einige tun es aber doch, und sind sehr zufrieden mit diesem Schritt.
Fast alle Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) unterstützen Ärzte, die sich auf dem Land niederlassen wollen.
Die Angebote der KVen sind vielfältig: Ob Praxisbörsen, Stipendien oder Seniorenpraxen, in denen Ärzte im Ruhestand angestellt sind und tageweise praktizieren können, Niedergelassene erhalten breite Unterstützung.